„Musikalische Atmosphäre, Achtsamkeit und Resonanz schaffen“ in Hospiz- und Palliativ Care

Mit zärtlichen Klängen der Harfe, des Monochords und mit Meeresrauschen bezauberte die Musiktherapeutin Barbara Koppensteiner bereits bei der Einstimmung ihre Zuhörer. Die Wirkung der Musik als direkter Weg zu unseren Gefühlen war sofort spürbar. Die Musiktherapie ist eine gesetzlich anerkannte Therapieform, die das Immunsystem stärkt, Schmerzen lindert, Angst abbaut, beruhigt und die Stimmung hebt. Es ist eine Begleitung, die nicht auf sprachliche Verständigung angewiesen ist und an der Angehörige teilhaben können.

Fr. Koppensteiner, die sowohl auf der Kinderonkologie an der Keppler Uni Klinik in Linz als auch im Klinikum Amstetten arbeitet, erklärte die beiden Formen der Therapie: die rezeptive Musiktherapie und die aktive Musiktherapie. Bei der rezeptiven Musiktherapie können Patienten Liedwünsche einbringen und/oder Klang und Musikreisen genießen. Dabei ist auch eine sensorische Stimulation – vibroakustisch – mit dem Instrument am Körper möglich. Bei der aktiven Musiktherapie wird gemeinsam getönt, gesungen oder gespielt.

Klangschale, Körpertambura, Sansula, Kalimba, Windspiele, aber auch melodische Instrumente wie Harfe und Laute werden bei der Musiktherapie eingesetzt und konnten an diesem gelungenen Abend gehört und ausprobiert werden. Ein Videobeispiel einer Begleitung einer Palliativpatientin rundete den musikalischen Vortrag ab, der bei den Zuhörern den Wunsch weckte im Bedarfsfall auch mal so sensibel und zart begleitet zu werden.