BETREUUNG VON AN DEMENZ ERKRANKTEN MENSCHEN

… EINE MENSCHLICHE, ETHISCH-MORALISCHE, GESELLSCHAFTLICHE HERAUSFORDERUNG UNSERER ZEIT 05.03.2015

Als Stationsärztin im Geriatriezentrum Klosterneuburg für demenzer-krankte Menschen mit ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten und Implementierung von Palliative Care als ganzheitliches Betreuungskonzept erzählte Frau Dr. Müller-Finger aus ihrer 27jährigen Erfahrung.
Sie zeigte die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Betreuungskonzeptes in allen Einrich-tungen und Institutionen, die mit Pflege betraut sind, auf. Die Zahl der Demenzkranken liegt z.Z. in Österreich bei 230.000 Menschen. Somit betrifft Demenz nicht nur den Kran-ken, sondern ganz stark die Angehörigen und die Gesellschaft.
In ihren Darstellungen erklärte sie sehr klar die Symptome, Verhaltensauffälligkeiten und den Verlauf der Krankheit. Als spirituelle Dimension der Demenz bezeichnete sie: Wenn der hirnorganische Abbau fortschreitet und die Ratio aussetzt, kommt Unbewusstes zum Tragen. Auch darin ist noch eine Entwicklung möglich.
Wenn es mir gelingt, in dieser Situation würdevoll zu begleiten, gewinne ich selber an Würde.
Als Prävention empfahl sie: Selbstsorge zu lernen und gut auf sich selbst zu schauen.