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Theater „Paul und der rote Luftballon“ 16. + 17.11.2016

Am 16. und 17. November 2016 gastierte die Theatergruppe TaBu:
Theater am besten ungeschminkt“ auf Einladung unseres Vereins in Amstetten. Sie spielte das Theaterstück „Der rote Luftballon“ von Peter Stich und Ines Pfundner. Mit insgesamt 4 Vorstellungen im Pfarrsaal St. Stephan konnte ein großes Publikum erreicht werden.

Bei 3 Schülervorstellungen konnten insgesamt 600 SchülerInnen der BAKIP, der PNMS (Kloster), der HAK, der HLW, des Gymnasiums und der Fachschule für Sozialberufe Gleiß mit Paul mitfühlen.

Die öffentliche Vorstellung im Rahmen der Amstettner Kulturwochen (natürlich inkl. unseres bewährten, vorzüglichen Buffets) bot auch anderen Besuchern die Möglichkeit, sich beeindrucken zu lassen.

Das Stück handelt von Paul, der mit der Krebserkrankung und dem nahen Tod seiner Mutter konfrontiert ist. Zur Seite steht ihm sein Freund Filou, mit dem er seine Probleme auf kindliche Art besprechen kann. Pauls Vater ist die zweite Bezugsperson, er repräsentiert die Ebene des Erwachsenen und dessen Umgang mit dieser Situation. In acht szenischen Bildern erlebt der Zuseher die Problematik, die sich bis zum Tod der Mutter in dieser Familie ergibt. Er wird Zeuge von all den Gefühlen, die in so einer Situation Platz haben sollen – Lachen, Späße, Freude, Traurigkeit, Wut, Zorn, Verzweiflung und vor allem Liebe!

Es wurden den Zuschauern Verarbeitungsmechanismen in Form von Ritualen und Symbolen angeboten, die es ermöglichen, besser mit dieser schwierigen Thematik umzugehen. Sie bieten zudem Anstöße für ein bewussteres und behutsames Miteinander im täglichen Leben.

Der Schluss entwickelte einen Ansatz, der eine positive Trauerarbeit möglich macht.

 

Im Stück kommen 4 Personen vor: Mutter Barbara, Vater Alfred, Sohn Paul und dessen Freund Filou. Mutter und Vater werden von Schauspielern gespielt, Paul und Filou durch etwa 60 cm große Handpuppen dargestellt und von Schauspielern geführt.

 

Im Feed-back zeigten sich die SchülerInnen sehr beeindruckt. Beim Zuschauen gab es Tränen und Betroffenheit, aber durch die Darstellung mit Handpuppen gelang es, das emotionale Thema doch nicht erdrückend wirken zu lassen. Eingestreute witzige Situationen und vor allem die angebotenen Rituale machten das Stück hoffnungsvoll und optimistisch. Sowohl die jüngsten wie die älteren Schülerinnen würden das Stück unbedingt weiter empfehlen.